Schwertranportbegleitung

Schwertransportbegleitung:

Die Begleitung von Schwertransporten wird durch die Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) und die vier Arten von Großraum- und Schwertransporten geregelt. Schwertransportbegleitungen sind für den Transport von Objekten mit geringen Abmessungen und einem sehr hohen Gewicht vorgeschrieben.

Je nach Abmessungen und Gewicht kommen durch das Regelwerk der StVZO eigenen oder fremde Schwertransportbegleitungen in Frage. Die Regeln und Vorschriften für Schwertransportbegleitung sind in jedem Bundesland verschieden und müssen in der Planung eines Vorhabens vorab geprüft werden.

Schwertransportbegleitungen werden auch BF3 genannt und können je nach Art des Transportes die Schwertransportbegleitung durch die örtliche Polizei beinhalten. Transporte mit BF3 Begleitfahrzeugen und Schwertransporte werden in der Regel nur zu bestimmten Zeiten genehmigt und schließen die Nutzung von Autobahnen grundsätzlich aus.

Die Zeitlichen Regelungen für Schwertransporte und Schwertransportbegleitungen sind im Auflagenkatalog (RGST - Richtlinie zum Antrags- und Genehmigungsverfahren für die Durchführung von Großraum- und Schwertransporten) geregelt.

Für die Genehmigung eines Transportes inkl. Schwertransportbegleitung werden zusätzliche  vom Tüv erstellte Gutachten benötigt. Durch die örtlichen Ordnungsämter werden Dauergenehmigungen und Sondergenehmigungen für die Transporte und deren Schwertransportbegleitung unterschieden. In der Regel erlischt eine Genehmigung jedoch am Ende des Folgemonats.

 

Da Sondertransporte nur mit einer gültigen Genehmigung stattfinden dürfen, muss vor dem geplanten Transport eine Genehmigung beim zuständigen Ordnungsamt eingeholt werden. Hierzu wird ein Genehmigungsantrag mit dem Absender, Empfänger, Ladungsabmessungen, Gewichten (eventuelle Leerfahrtabmessungen), Kennzeichen, Achslasten, Achsabstände, Anzahl der Räder je Achse, Spurweite sowie der Fahrtwegbeschreibung an das Amt übermittelt. Das Amt gibt diesen Genehmigungsantrag in die Anhörung (er wird an die zuständigen Bundesländer übermittelt, diese verteilen den Antrag weiter) und wartet auf die Zustimmung. Wenn die Zustimmung von allen Betroffenen vorliegt, dies kann bis zu drei Wochen dauern, erstellt das Amt eine Genehmigung, in welcher Auflagen der angehörten Stellen zusammengefasst sind. Diese Genehmigung ist maximal gültig bis zum Ende des Folgemonats.

Mit einem neuen Sytem für das Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte sowie der nötigen Schwertransportbegleitung wurde im 2008 die VEMAGS eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine internetbasierte Lösung, bei der alle genehmigungsrelevanten Daten erhoben und an die Behörden weitergeleitet werden. Städte und Gemeinden zahlen für diesen Dienst. Aus diesem Grund sind nicht alle Nutzer dieses Systems und Anträge werden weiterhin über den üblichen bearbeitet.

Schwertransportbegleitungen richten sich somit nach den technischen Voraussetzungen und den gesetzlichen Regeln die sich von Region zu Region unterscheiden können.